Traditionelle Chinesische Medizin Heilpraktiker Grimm


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Meridianumläufe

1. Umlauf


Qi, die alles durchströmende Lebenskraft, zirkuliert im menschlichen Organismus nach klaren Gesetzmäßigkeiten. Qi fließt hier vor allem in den so genannten Meridianen, einem Netzwerk von energetischen Bahnen, die den gesamten Körper durchdringen. Jedem Organsystem der chinesischen Medizinlehre sind Energiekanäle zugeordnet, die sowohl oberflächlich als auch in der Tiefe verlaufen. Der Einfachheit halber spricht man beispielsweise von Herz-, vom Lungen- oder vom Blasen-Meridian, doch handelt es sich dabei um eine [bewusste] Vereinfachung, da neben dem oberflächlichen und dem tiefen Verlauf des Hauptmeridians noch zahlreiche Verästelungen, Nebenverläufe und Querverbindungen mit dazugehören. Vergleichbar mit Wasser- oder Landstraßen eines Landes überziehen die Meridiane und ihre Verbindungen den Körper, und das darin strömende Qi kann an bestimmten Stellen, den Tsubos oder Akupunkturstellen, besonders gut beeinflusst und reguliert werden. Als Ergebnis von jahrhundertelangen Beobachtungen und Forschungen (die früheste Beschreibung des Meridiansystems und seiner auf ihm liegenden Punkte findet sich im Huang Di Nei Jing, das aus etwa 200 vor Christi Geburt stammt) haben die frühen chinesischen Ärzte erkannt, dass die Lebenskraft in Form einer Welle alle Meridiane durchflutet. Jeder Meridian zeigt deshalb im Laufe eines Tages charakteristischerweise einen maximalen Ladungszustand, ebenso wie auch einen physiologisch normalen energetischen Leerezustand, was als Kreislauf der Meridiane oder Organuhr beschrieben wird.
Die zwölf Hauptmeridiane sehen sie in der Grafik, die jeweils einen Umlauf ergeben. In den Meridianpaaren kann die Energie in den jeweiligen Meridianen umgeleitet werden. z.B. Lu7 und Di4.

2. Umlauf


3. Umlauf