Der zentrale Begriff der TCM ist das Qi.
Wie viele Fachbegriffe der TCM lässt er sich nicht in einen gleichbedeutenden Begriff des westlichen Kulturkreises übersetzen. Die häufigste, aber nicht zwangsläufig treffendste Übersetzung ist Energie. Als Lebenskraftkonzept ist Qi die Grundlage allen Lebens und aller normalen Vorgänge im menschlichen Körper.
Qi-Energie ernährt die Organe, erzeugt die Körpersubstanzen, bewegt Blut und zirkuliert durch ein hochkomplexes, klar umschriebenes Netzwerk von Leitbahnen. Diese Meridane verbinden verschiedene Körperregionen und -gewebe miteinander und versorgen die inneren Organe.
Fließt das Qi-Energie frei, gleichmäßig und ungehindert durch dieses Meridiansystem, herrscht körperliches und seelisches Wohlbefinden. Blockaden des Qi-Energieflusses können zu verschiedenen Krankheitssymptomen und Disharmonien führen. Der Patient hat einen Schmerz am Ort des Energiestillstandes, eine Minderversorgung mit Qi-Energie und Blut hinter der Blockade und daraus die folgende Unterfunktion.
Kommt es gleichzeitig zu einer Blockade von Blut, treten oft auch psychische Symptome auf. Ein weiteres, wichtiges Konzept zur Unterscheidung von Krankheiten ist das dynamische Gegensatzpaar Yin und Yang.
Aus der Bedeutung der Schriftzeichen beider Begriffe lassen sich die meisten, für die Diagnose wichtigen Vorstellungen herleiten.

