Das Yin und Yang- Zeichen, dem sogenannten Yin- Yang– Fisch, wird in einem Kreis gezeigt, der bedeutet, dass sie im Leben untrennbar verbunden sind und ein Ganzes ergeben.
Sie sind von einer S- förmigen Linie getrennt, was bedeutet, dass die Unterscheidung der beiden nicht starr, sondern fliessend ist. Die Formen von Yin und Yang gehen ineinander über, Yin kann sich in Yang verwandeln und umgekehrt,
jedoch beide können nicht alleine existieren. Dies ist mit dem Punkt in der jeweilig andersfarbigen Fläche dargestellt.
Yang bedeutet Wärme, Trockenheit, Bewegung, steigende Tendenz, es ist das aktive Element. Yin bedeutet kalt, unbeweglich, materiell, das statische Element.
Yin und Yang stellen somit eine Methode dar, mit der man die Welt dualistisch erklären kann.
Auch im menschlichen Körper spielen diese Mechanismen eine wesentliche Rolle:
Der Körper an sich ist Yin, die Energie, die darin fliesst ist Yang.
Man unterscheidet grundsätzlich in der Pathologie zwei verschiedene Dysbalancen:
Einerseits zuviel an Yin oder Yang. Yang entspricht einer Hitze- und Yin einer Kältesymptomatik. Das Therapiekonzept wäre das Ableiten des jeweiligen Überschusses.
Wenn man sich zum Beispiel verkühlt, kommt es zu einer Yin-Fülle oder zu einer Yang-Leere, das durch eine Anamnese festgestellt wird.
Zuwenig Yin oder Yang führt ebenfalls zu einer Kälte oder Hitze– Symptomatik wobei diejenigen Symptome überwiegen, welche der Gegenseite des Problems entspricht.
So ist zum Beispiel bei einer Yin – Schwäche Yang stärker und führt zu Yang Symptomen wie z.B. Hitzewallungen in den Wechseljahren. Die Unterscheidung von zuviel und zuwenig ist jedoch nicht ganz einfach, man stellt jedoch bei dem Zuwenig an Yin oder Yang deutlich eine generelle Energieschwäche fest.
